NEUIGKEIT!
Ab sofort findest Du in unserer App auch alle Rezepte für die Zubereitung am Herd!
Do it your own way!
Hallo ihr Lieben,
morgens greifen wir schon nach der Strickjacke, mittags sitzen wir wieder in der Sonne. Und neben herrlich saftigen Tomaten steht plötzlich der erste Kürbis. Genau deshalb lieben wir diesen Monat so sehr. Der September schenkt uns noch einmal die ganze Fülle des Sommers und serviert gleichzeitig die ersten Vorboten des Herbstes. Saftige Tomaten, Zucchini und Paprika treffen auf Kürbis, Rote Bete, Äpfel, Birnen und Zwetschgen. Für uns heißt das: Schluss mit entweder oder! Wir kosten den September in vollen Zügen aus mit süßen Sommerfrüchten und kuscheligem Wohlfühlessen.
Diese sieben Dinge stehen deshalb jetzt auf unserer Küchen-Bucketlist:
- Die letzten Tomaten retten
Jetzt heißt es noch einmal zugreifen, denn heimische Tomaten haben bis in den Herbst Saison. Besonders reife Exemplare sind perfekt für Sugo, Suppe oder Ofentomaten.
Gut zu wissen: Tomaten gehören normalerweise nicht in den Kühlschrank. Kälte kann Aroma und Konsistenz beeinträchtigen. Am wohlsten fühlen sie sich luftig und schattig bei etwa 12 bis 16 Grad. Und lasst den grünen Stiel ruhig dran, damit bleiben sie länger frisch.
Vorrats-Trick: Tomaten sind keine idealen Kandidaten fürs Gefrierfach. Beim Auftauen werden sie weich und matschig. Lieber gleich Tomatensoße kochen und portionsweise einfrieren. So wartet sie dann genau richtig auf den ersten grauen Novemberabend.
Aha! Tomaten geben Ethylen ab. Dieses natürliche Reifegas kann Obst und Gemüse daneben schneller reifen und verderben lassen. Also lieber etwas Abstand halten.
Rezepte mit Tomaten
Ketchup aus ofengerösteten Tomaten
Tomatensaft | der gesunde Durstlöscher einfach selbstgemacht
- Beim ersten Kürbis die Klopfprobe machen
Da ist er wieder! Mit dem ersten Hokkaido zieht ganz offiziell der Herbst in unsere Küche ein. Suppe, Curry, Pasta, Ofengemüse – wir hätten da schon ein paar Pläne.
Einkaufs-Trick: Klopft beim Kauf einmal auf die Schale. Klingt ein Kürbis hohl und ist der Stiel hart und verholzt, spricht das für einen reifen Kürbis.
Zeitspar-Trick: Beim Hokkaido darf die Schale dranbleiben. Sie wird beim Garen weich. Butternut dagegen besser schälen, seine Schale bleibt deutlich fester.
Aha! Einen ganzen Winterkürbis bitte nicht in den Kühlschrank quetschen. An einem dunklen, trockenen und kühlen Ort um 10 bis 12 Grad kann er je nach Sorte sogar mehrere Monate halten. Angeschnitten gehört er dagegen gut verpackt ins Gemüsefach.
Und bitte merken: Schmeckt ein Kürbis ungewöhnlich bitter, nicht weiter essen. Die dafür verantwortlichen Bitterstoffe können gesundheitsschädlich sein und verschwinden auch durchs Kochen nicht zuverlässig.
Rezepte mit Kürbis

- Zwetschgen unter Streuseln verstecken
Jetzt haben Zwetschgen Hochsaison und damit eindeutig das Recht auf einen festen Platz auf unserem Kuchenblech.
Aha! Zwetschge und Pflaume sind nicht einfach zwei Namen für dieselbe Frucht. Zwetschgen sind länglicher und fester und eignen sich deshalb besonders gut zum Backen. Die runderen Pflaumen sind häufig saftiger und perfekt für Kompott, Mus oder Soßen.
Und was ist eigentlich dieser weißliche Belag auf Zwetschgen? Kein Schimmel! Der sogenannte Duftfilm ist eine natürliche Schutzschicht, die die Früchte vor dem Austrocknen schützt. Deshalb erst kurz vor dem Essen oder Verarbeiten waschen.
Vorrats-Trick: Zu viele gekauft? Entsteint und halbiert können Zwetschgen eingefroren werden. Sehr reife Früchte, die nicht mehr ganz so hübsch aussehen, sind dagegen beste Kandidaten für Crumble, Kompott oder Mus.
Rezepte mit Zwetschgen und Pflaumen
Zwetschgenkuchen mit Knusperhaube
Zwetschgenkuchen mit Vanille-Schmandcreme und Knusper-Mandelstreusel
- Äpfel zu kleinen Reife-Managern machen
Knackig reinbeißen, Kuchen backen, Kompott kochen – im September beginnt für uns die große Apfelzeit. Aber bevor wir loslegen, dürfen die Früchte erst einmal ihre erstaunlichen Lagerkünste zeigen.
Aha! Äpfel produzieren Ethylen. Das lässt andere Früchte in ihrer Nähe schneller reifen. Eine steinharte Birne darf deshalb für einen kleinen Reifeschubs ruhig neben einem Apfel liegen. Bei Gurken, Brokkoli oder anderen empfindlichen Gemüsearten ist dieser Effekt dagegen unerwünscht – die lagern besser mit Abstand.
Lager-Trick: Wer Äpfel länger als ein paar Tage aufbewahren möchte, lagert sie möglichst kühl. Etwa sieben Grad sind ideal. Auch die Sorte spielt eine Rolle: Boskoop, Elstar, Jonagold oder Topaz gehören beispielsweise zu den Äpfeln, die sich gut lagern lassen.
Und falls die Äpfel langsam schrumpelig werden: Apfelmus, Crumble und Bratäpfel urteilen nicht nach dem Äußeren.
Rezepte mit Äpfeln
- Kräuter für später einfrieren
Bevor Petersilie, Schnittlauch und Co. sich für dieses Jahr verabschieden, retten wir uns noch ein bisschen Grün in den Winter.
Unser einfachster Trick: Kräuter hacken, in Eiswürfelformen geben, mit wenig Wasser auffüllen und einfrieren. Später kann so ein Kräuterwürfel direkt in Suppe, Soße oder Eintopf wandern.
Aber nicht jedes Kraut möchte gleich behandelt werden. Zarte Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch geben wir bei warmen Speisen möglichst erst zum Schluss dazu. So bleibt mehr von ihrem Aroma. Robuste Kandidaten wie Rosmarin und Thymian dürfen dagegen länger mitgaren.
Aha! Basilikum ist der kleine Sonderling im Kräuterbund: Während viele frische Kräuter ins Gemüsefach dürfen, mag Basilikum die Kälte des Kühlschranks nicht besonders.
Rezepte mit Kräutern
- Rote Bete – einmal alles bitte!
Im September beginnt die Hauptsaison der Roten Bete. Und falls ihr sie bisher nur fertig gekocht aus dem Vakuumbeutel kennt: Gebt der frischen Knolle eine Chance.
Einkaufs-Trick: Kleine und mittelgroße Knollen sind meist besonders zart. Frische Bete sollte fest sein und eine glatte, unverletzte Schale haben. Im Gemüsefach hält sie sich etwa zwei Wochen.
Aha! Wenn ihr Rote Bete mit Blättern bekommt, habt ihr eigentlich zwei Gemüse gekauft. Junge Blätter sind essbar und können beispielsweise in Salat, Suppe oder ähnlich wie Mangold verwendet werden. Größere Blätter besser garen.
Und die Knolle selbst? Roh schmeckt sie herber, gekocht süßlicher und im Ofen geröstet besonders aromatisch. Wer den typisch erdigen Geschmack etwas abmildern möchte, kann mit Zitronensaft oder Kreuzkümmel nachhelfen.
Rezepte mit Roter Bete
Rote Bete Risotto mit Kokosschaum
- Ein Glas Sommer für später
Wenn gerade alles gleichzeitig reif wird, müssen wir zum Glück nicht alles gleichzeitig aufessen. Der September ist perfekt für Kompott, Mus, Chutneys und sauer eingelegtes Gemüse.
Paprika, Zucchini, Kürbis, Zwiebeln oder Rote Bete lassen sich zum Beispiel wunderbar süßsauer einlegen. Aber hier kommt der wichtige Unterschied: Einfach nur Gemüse mit heißem Essigsud zu übergießen macht daraus noch keinen monatelang haltbaren Vorrat. Solche schnellen Pickles gehören in den Kühlschrank und halten dort je nach Zubereitung nur begrenzte Zeit. Für eine wirklich lange Haltbarkeit muss zusätzlich fachgerecht eingekocht werden.
Unser September-Trick: Beschriftet eingefrorene oder eingekochte Vorräte immer mit Inhalt und Datum. Klingt unromantisch, erspart euch aber im Februar das berühmte Gefrierfach-Rätsel „Tomatensoße oder Zwetschgenmus?“.
Rezepte zum Einmachen
food with love Tipp: Vakuumieren hilft, Vorräte länger frisch zu halten und spart beim Einfrieren Platz. Wir nutzen dafür seit Jahren Fresh & Save von Zwilling.
September, wir lieben dich
Vielleicht ist genau das das Schönste an diesem Monat: Wir müssen uns noch gar nicht entscheiden. Salat oder Suppe? Eis oder Crumble? Tomate oder Kürbis? Im September geht einfach alles. Wir genießen die letzten sonnengereiften Sommerlieblinge, füllen nebenbei unsere Vorräte und heißen langsam alles willkommen, was die gemütliche Jahreszeit so lecker macht.
Also macht den Ofen schon mal an, lasst die Sonnenbrille aber noch griffbereit liegen. Der September hat schließlich das Beste aus zwei Jahreszeiten im Gepäck.
Alles Liebe,
Manu und Joëlle