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Frühlings-Kräuter – was für ein Aroma!

Frühlings-Kräuter – was für ein Aroma!

Hallo ihr Lieben,

kennt ihr dieses überschäumende Gefühl, wenn die Tage länger werden, die Sonne ihre ersten warmen Sonnenstrahlen in Richtung Erde schickt und es in der Natur dadurch beginnt zu sprießen?☀️🌼 Alles erstrahlt nach dem Einheitsgrau endlich wieder farbenfroh und frisch. Nicht nur die Natur wandelt sich, sondern auch in unserer Küche verabschieden sich langsam die Winteraromen und machen Platz für die bunten Frühlings-Gerichte. Hurra, die sonnige Jahreszeit ist endlich da und mit ihr die ersten frischen Kräuter. Wenn das kein Grund ist, voller Glücksgefühle in diese zauberhafte Saison zu starten!🤩

Wir möchten euch daher unsere 5 Lieblings-Kräuter im Frühling und Frühsommer vorstellen und zeigen euch, was ihr mit ihnen alles leckeres zaubern könnt.🌿

Bärlauch – die frühlingshafte Knoblauchalternative

Wenn Ende März ein Hauch Knoblauch durch den Wald weht, wisst ihr, dass die Bärlauch Saison begonnen hat. Er gehört zu den ersten frischen Kräutern des Jahres und ist aufgrund seines aromatischen Geschmacks, der an Knoblauch erinnert, sehr beliebt. Bärlauchblätter können frisch oder getrocknet verwendet werden in Salz, Pesto, Öl, Suppen und in vielem mehr. Dank seiner Vielfältigkeit ist er der Star der Frühlingsküche. Wer Bärlauch selber ernten möchte, findet ihn in Mischwäldern an schattigen Orten. Doch achtet unbedingt darauf, dass ihr nicht aus Versehen den giftigen Doppelgänger pflückt. Die Blätter von Maiglöckchen sehen nämlich sehr ähnlich aus. Am besten wartet ihr auf die Blütezeit des Bärlauchs – so könnt ihr die Pflanzen am einfachsten auseinanderhalten. Zudem schmecken auch die Bärlauchblüten sehr lecker und sind im Salat eine köstliche Dekoration. 

Tipp: Solltet ihr frische Bärlauch Blätter verwenden, gebt diese erst zum Ende des Garvorgangs hinzu, da sie durch die Hitze sonst zu viel ihres Aromas verlieren würden.

Unsere Lieblings-Rezepte mit Bärlauch:

Bärlauchbutter
Bärlauch Paste
Bärlauchsalz
Bärlauchpesto
Bärlauchquark

Schnittlauch – der kleine Bruder des Lauchs

Er ist vermutlich das genügsamste Kraut, das man zu Hause anbauen kann und daher selbst für Menschen mit „schwarzen Daumen“ geeignet 😉  Denn Schnittlauch gedeiht selbst noch bei ungünstigen Wetterbedingungen – Hauptsache er bekommt ab und zu mal ein bisschen Wasser. Wer frischen Schnittlauch in seinem Garten pflanzen möchte, tut dies am besten jetzt im März, so könnt ihr ihn ab Mai bereits das erste Mal ernten. Die röhrenförmigen Blätter werden kurz unterhalb der Erde abgeschnitten und können entweder frisch, eingefroren oder getrocknet verwendet werden. Dank seines zwiebelartigen bzw. lauchartigen Geschmacks kann er vielfältig eingesetzt werden, z.B in Quark, Suppen, Salaten, Saucen sowie Eierspeisen. Auch die Blüte, die meist in den Monaten Mai bis August blüht, kann mitgegessen werden. Sie schmecken ebenfalls nach Zwiebeln bzw. Lauch und sind ein hübscher Hingucker in Sommersalaten.

Tipp: Verwendet Schnittlauch immer nur als Topping-Gewürz. Beim Mitkochen würden seine Aromen verfliegen.

Unsere Lieblings-Rezepte mit Schnittlauch:

Fischfrikadelle mit Dip
Petrella homemade mit Schnittlauch
Eiersalat
Frischkäsebällchen
Frühlingshafter Spargel-Aufstrich

Petersilie – der Genussklassiker  

Ob glatt oder kraus – Petersilie gehört zu den beliebtesten Kräutern. Und das zurecht, wie wir finden! Denn Petersilie schmeckt herrlich würzig und angenehm aromatisch frisch. Sie ist ein echter Würzallrounder, sodass sie in herzhaften Gerichten immer für den passenden Geschmack sorgt. Solltet ihr einmal Petersilie aus dem eigenen Garten bzw. Balkonkasten gegessen haben, werdet ihr sie nie wieder außerhalb der Saison im Supermarkt kaufen. Frische Petersilie, die ihr zwischen Mai und Oktober erntet, hat dicke grüne Blätter, die besonders aromatisch schmecken und voller gesunder Inhaltsstoffe stecken. Denn Petersilie ist nicht nur ein leckeres Gewürz. Dank des hohen Vitamin C Gehalts könnt ihr euer Immunsystem stärken und die enthaltenen ätherischen Öle können bei Magenschmerzen helfen. Auch Knoblauchatem kann mit den Blättern neutralisiert werden.    

Tipp: Nicht nur die Blätter sind ein Genuss. Auch die Petersilienwurzel ist herrlich aromatisch. Ihr könnt sie z.B. in der Gemüsepaste statt Staudensellerie verwenden – oder auch zusätzlich.

Unsere Lieblings-Rezepte mit Petersilie:

Champignons mit Knoblauchsauce
Gemüsepuffer
Isrealischer Salat
Avgolemono: Griechische Zitronen-Hühnersuppe

 

Kresse – klein, aber oho   

Obwohl es das ganze Jahr über Kresse in den kleinen Kästchen im Supermark zu kaufen gibt, hat frische Freiland Kresse lediglich zwischen März und September Saison. Die kleinen Blättchen haben ein angenehm scharfes und intensiv würziges Aroma. Kresse kann frisch über Brot mit Frischkäse und Quark gestreut werden, als Topping auf Suppen und Bowls oder sorgt für den letzten Geschmacks-Kick auf Rührei und Omelette. In Smoothies entfaltet sie zudem ein spannendes, leicht scharfes Aroma und spendet zusätzlich jede Menge Vitamin C. Auch die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sowie die ätherischen Öle können positiv auf die Gesundheit wirken. Wusstet ihr, dass Kresse auch blüht? Nein, dann lasst doch einfach mal ein paar Sprossen stehen und freut euch auf die weißen und rosafarbenen Blüten. Sie schmecken ähnlich wie Kresse und sind ein schmackhafter Hingucker.

Tipp: Die zarten Kresseblätter solltet ihr nicht mitkochen oder braten. Streut sie als Finisher frisch über eure Gerichte und lasst euch das herrliche Grün schmecken.

Unsere Lieblings-Rezepte mit Kresse:

Ofenkartoffel mit cremigem Gemüsequark
Radieschensuppe
Frankfurter Grüne Soße

 

Minze – erfrischend lecker

Sie ist ein beliebter Klassiker und mittlerweile gibt es über 30 unterschiedliche Minzarten. Das gute an ihr ist, dass sie sich im Garten ähnlich wie Unkraut verhält und ihr dadurch zwischen Mai und Oktober immer frische Minze griffbereit habt. Die feinen Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Dank des leicht mentholigen Geschmacks verleiht sie den Getränken und Speisen ihre typische angenehme Frische. Besonders in der Kombination mit würziger Petersilie und scharfem Knoblauch ist Minze ein unschlagbares Geschmackserlebnis. Im arabischen Salat Tabouleh sorgt dieses Trio für einen intensiven Genuss. Aber auch in Desserts, Smoothies, Tees und Cocktails kommt Minze häufig zum Einsatz. Sie kann auch zum Würzen von Lamm und Geflügel verwendet werden. Die frische Nuance schmeckt einfach unwiderstehlich zu den Röstaromen des Fleisches.   

Tipp: Das Aroma der Minze schmeckt nicht nur lecker, sondern das enthaltene Menthol kann zusammen mit anderen wertvollen Inhaltsstoffen bei Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen und Übelkeit helfen.

Unsere Lieblings-Rezepte mit Minze:

Köfte mit Joghurt-Minz-Dip
Erdbeer-Lasagne
Gazpacho
Maracuja Mojito

Noch ein Tipp von uns zum Schluss : Holt euch auch optisch den Frühling auf die Teller. Frische Blüten von Löwenzahn und Gänseblümchen sehen einfach zauberhaft als Dekoration über Salaten und Suppen aus. Zudem schmecken sie auch lecker. Gänseblümchen sind leicht bitter und erinnern an Kamille. Löwenzahnblüten sind würzig-herb und enthalten leicht bittere Noten. Ebenfalls ein köstlicher Frühblüher ist Waldmeister. Die Blüten eignen sich nicht nur als Gewürz für Bowle, sondern ihr könnt aus ihnen auch ein süß-würziges Kräuter-Öl für Salat herstellen. Dazu einfach 20 Waldmeisterstängel mit 300 ml neutralem Speiseöl wie z.B. Sonnenblumenöl in ein verschließbares Gefäß geben und für ca 4 Wochen ziehen lassen. Dann den Waldmeister aus dem Öl entfernen. 

Wir wünschen euch viel Spaß mit unserer frischen Kräuter-Küche! Freut euch auf die warmen Monate – sie sind ein absoluter Genuss.🥰

Alles Liebe,
Manu und Joëlle

Zutaten für

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