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Zitrusfrüchte: Sonnenschein im Winter

Zitrusfrüchte: Sonnenschein im Winter

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Hallo ihr Lieben,

wenn draußen alles grau ist, die Tage kurz sind und wir Farbe auf dem Teller vermissen – bringen Zitrone, Orange, Grapefruit und Co. den Sonnenschein zurück in unsere Küche. Zitrusfrüchte können mehr als „sauer“ oder „süß“: Sie bringen Duft, Frische und oft genau den kleinen Kontrast, der Herzhaftes klarer und Süßes lebendiger macht. Und manchmal fühlt sich selbst das schnelle Feierabendessen plötzlich nach Sommer-Urlaub an.

Warum jetzt die beste Zeit für Zitrusfrüchte ist

Von November bis März haben Zitrusfrüchte in Europa Hauptsaison. Sie kommen aus Spanien, Italien und Griechenland und müssen keine halbe Weltreise hinter sich bringen. Die Früchte sind ausgereift, voller Saft und Aroma.

Einkaufen: Darauf achten wir

Nehmt die Frucht in die Hand: Sie sollte schwer sein für ihre Größe – das bedeutet meist viel Saft. Eine sehr leichte Frucht ist oft trockener. Die Schale darf fest sein; ein wenig Nachgeben ist okay, aber weiche Dellen sollten keine bleiben. Und: riecht an der Frucht. Duft ist fast immer ein gutes Zeichen. Kein Duft heißt oft: wenig Geschmack.

Wenn ihr die Schale mitverwenden möchtet, greift lieber zu Bio-Früchten. Konventionelle Früchte sind häufig gewachst und behandelt. Natürlich könnt ihr sie trotzdem nehmen – dann bitte die Schale vorher gründlich heiß abwaschen.

Übrigens: Die Schalenfarbe sagt wenig über den Reifegrad des Fruchtfleisches. Sie hängt stark davon ab, wie groß der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht im Anbaugebiet ist.

Die große Zitrus-Familie: Wer ist wer?

Zitronen – die Allrounder

Zitronen sind unsere Heldinnen in der Küche. Ihr Saft ist kräftig sauer, ihre Schale intensiv aromatisch. Meyer-Zitronen, falls ihr sie findet, schmecken milder und leicht süßlich. Eine schöne Abwechslung.

Wir nutzen Zitronensaft für Fisch und Meeresfrüchte, für Salatdressings oder um Kuchen aufzulockern.

Orangen – die Sonnigen

Die meisten Orangen, die wir kaufen, sind süße Sorten wie Navel oder Valencia.

Sie schmecken besonders zu Ente oder Wild fantastisch. Wir lieben es, Orangenschale über Wintergemüse zu reiben, bevor es in den Ofen kommt.

Grapefruits – die Bittersüßen

Grapefruits schmecken bitter durch den Stoff Naringin, der in der weißen Haut zwischen Schale und Fruchtfleisch sitzt. Manche von euch empfinden diese Bitterkeit stärker als andere – das ist genetisch bedingt und völlig normal.

Rote und rosa Grapefruits sind etwas milder als die gelben. Wir essen sie gern mit etwas Honig beträufelt zum Frühstück. Oder im Salat mit Avocado und Rucola.

Limetten – die Exotischen

Limetten sind kleiner und saurer als Zitronen, mit einem ganz eigenen, fast blumigen Aroma. Sie passen perfekt zu asiatischen Gerichten, zu Fisch-Tacos oder überall dort, wo Zitrone zu schwer wirken würde.

Mandarinen und Clementinen – die kleinen Süßen

Die kleinen Süßen lassen sich leicht schälen und sind perfekt für zwischendurch. In der Küche bringen sie milde Süße mit, ohne die Säure ihrer Verwandten.

Und wenn ihr euch schon immer gefragt habt, was eigentlich der Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen ist?

Clementinen sind eine Kreuzung aus Mandarine und und der Bitterorange Pomeranze. Sie haben keine Kerne, eine festere Schale und schmecken etwas süßer. Außerdem lassen sie sich noch leichter schälen als Mandarinen.

Mandarinen haben oft Kerne, ihre Schale ist dünner und weicher. Sie schmecken intensiver und sind etwas säuerlicher als Clementinen.

Die sauren Exoten – für besondere Momente

Immer öfter findet man in gut sortierten Läden auch Zitrusfrüchte, die vor ein paar Jahren noch echte Raritäten waren. Also wenn ihr sie entdeckt, probiert sie gern mal aus.

Yuzu stammt aus Japan und schmeckt wie eine Mischung aus Zitrone, Mandarine und Grapefruit. Sehr aromatisch, sehr intensiv. Ihr Saft und ihre Schale geben Dressings, Desserts oder Fisch eine unvergleichliche Note.

Kumquats sind die Kleinsten. Sie werden mit Schale gegessen – diese schmeckt süß, während das Fruchtfleisch sauer ist.

Bergamotte kennen die meisten eher aus Earl Grey Tee. Die Frucht selbst ist zu bitter zum Essen, aber ihr ätherisches Öl aus der Schale duftet unglaublich intensiv. In Süditalien, wo sie wächst, wird sie für Marmeladen und Liköre verwendet.

Kaffirlimette hat kaum Saft, aber ihre Blätter sind in der thailändischen Küche sehr beliebt. Sie geben Currys und Suppen ein zitroniges, leicht blumiges Aroma. Die Schale der Frucht wird fein abgerieben und für Pasten verwendet.

Buddha’s Hand sieht aus wie eine Hand mit vielen gelben Fingern. Sie hat kein Fruchtfleisch, nur Schale. Diese wird abgerieben oder in feine Streifen geschnitten und kandiert. Der Duft ist intensiv und blumig, perfekt für Gebäck oder Likör.

Kleiner, aber wichtiger Winterhinweis: Grapefruit und Medikamente

Grapefruit ist köstlich, aber kann gleichzeitig im Körper den Abbau vieler Arzneimittel beeinflussen. So kann die Wirkung verstärkt oder abgeschwächt werden. Wer regelmäßig Medikamente nimmt und gerne mal zu Grapefruit greift, sollte das daher am besten kurz mit Ärztin, Arzt oder Apotheke klären.

Das Zitrus Prinzip: Duft oben, Saft unten, Bitterkeit dazwischen

Bei Zitrusfrüchten liegt das Aroma in Schichten. Oben, in der farbigen Schale, stecken die ätherischen Öle. Darunter kommt die weiße Schicht und die Häutchen, die je nach Frucht deutlich bitterer schmecken können. Und im Inneren sitzt der Saft, der Frische bringt und Fett und Süße wunderbar ausbalanciert.

Wenn ein Gericht also langweilig wirkt, hilft oft schon Zeste, ohne dass es saurer wird. Umgekehrt kann Saft Spannung bringen, ohne dass es nach „Zitrus“ schmeckt, wenn man sparsam dosiert und erst am Ende abschmeckt.

Schale gerne, aber bitte nur die richtige: So werden Zesten fein statt bitter

Die häufigste Zitrus Enttäuschung hat einen Namen: das weiße Unterfell der Schale. Dort wird es schnell bitter. Wenn Ihr Zeste reibt, nehmt wirklich nur die farbige Schicht. Sobald es heller wird, stoppen. Im Zweifel lieber zu wenig, als einmal zu beherzt. Wer keine Reibe parat hat, nimmt einen Sparschäler und zieht einen hauchdünnen Streifen Schale ab. Dieser Streifen aromatisiert toll und lässt sich später wieder herausfischen, wenn es nur um den Duft geht.

food with love Tipp: Für Zitrusabrieb verwenden wir übrigens gern die Zester Reibe von Microplane. Dank der kleinen rasiermesserscharfen Klingen lässt sich die Schale von Zitrusfrüchte easy abreiben – ohne zu viel runterzunehmen.

Das Maximum an Saft rausholen

WärmeBei Zimmertemperatur geben die Früchte am meisten (einfachsten) Saft ab.

Rollen
Frucht auf der Arbeitsfläche mit der flachen Hand fest hin- und herrollen – ruhig mit Druck. Das bricht die Zellwände auf.

Reste verwerten
Noch Saft übrig? Einfach in Eiswürfelformen einfrieren. Ein Würfel = ca. 1 EL. Perfekt – so habt ihr den exotischen Saft immer griffbereit. Eine weitere Möglichkeit ist es den Saft mit Zucker aufkochen, so wird aus ihm ein einfachen Sirup für Getränke oder Desserts.

food with love Tipp: Ihr habt einen Thermomix® zu Hause? Mit der praktischen Saftpresse WunderJuicer® presst ihr Orangen, Grapefruits und Zitronen mühelos mit der Power eurer Küchenmaschine aus.

Zitrus ist ein Finale, kein Mitläufer

Fast alles, was an Zitrus begeistert, sitzt im Duft der Schale und in der klaren Frische des Safts. Beides verliert seine Wirkung, wenn es zu früh mit Hitze in Berührung kommt. Deshalb Zeste und Saft möglichst spät einsetzen, gern direkt auf dem Teller. So wirkt selbst ein schlichtes Gericht sofort klarer.

Lagerung: damit der Sonnenschein nicht schimmelt

Zitrusfrüchte halten erstaunlich lange, wenn sie trocken, luftig und nicht zu warm liegen. Das Bundeszentrum für Ernährung nennt als grobe Orientierung vier bis sechs Wochen Lagerzeit und empfiehlt Temperaturen von: Orangen und Mandarinen eher kühl (0 bis 9 °C), Zitronen und Grapefruits lieber etwas wärmer (10 bis 15 °C). Regelmäßig kontrollieren und schimmelige Früchte aussortieren, weil sie andere schnell anstecken können.

Nichts verschwenden

Ausgepresste Hälften nicht sofort wegwerfen. Wir reiben damit Schneidebretter ab – das desinfiziert und erfrischt. Oder wir geben sie beim nächsten Durchgang in den Geschirrspüler, das hinterlässt einen sauberen Duft.

Wir lieben Zitrusfrüchte im Essen, aber genauso sehr lieben wir ihren Duft. Manchmal schneiden wir abends eine Zitrone auf und legen sie auf den Nachttisch. Ihr sanfter, klarer Duft begleitet uns in den Schlaf, lässt uns tiefer durchatmen und schneller zur Ruhe kommen. Zitrus ist eben nicht nur Geschmack, sondern auch Stimmung: ein kleiner Sonnenschein, der uns schon jetzt vom nahenden Sommer träumen lässt.

Alles Liebe,
Manu und Joëlle

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